Adventssingen 2025
Das alljährliche Adventssingen der Chorgemeinschaft Illerkirchberg unter der musikalischen Leitung von Inga Schmidt fand am 1. Adventssonntag, 30. November 2025, 17.00 Uhr, in der Kirche St. Martin in Unterkirchberg statt.
Die Chorgemeinschaft eröffnete das Programm mit dem adventlichen „In das Warten dieser Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und dem romantischen „Träume unterm Christbaum“ von Robert Stolz.
Danach begrüßte Pfarrer Jean de Léon die zahlreich erschienenen ZuhörerInnen. Er verwies auf das anspruchsvolle Programm und wünschte viel Freude beim Zuhören. Zudem äußerte er die Hoffnung, dass Freude und Frieden die Anwesenden durch die Adventszeit begleiten würden.
Wie die Liedbeiträge bereits zu Beginn andeuteten, bestand das Konzert aus zwei musikalischen Teilen. So bildeten im ersten Teil klassische adventliche Werke den Mittelpunkt: „Ich harrete des Herrn“ von F. Mendelsohn Bartholdy, „Mater amabilis“ von W. A. Mozart und „Ave Maria“ von G. Caccini. Den zweiten Teil bestimmten zeitgenössische weihnachtliche Lieder, darunter zwei Beiträge bekannter amerikanischer Komponisten: „Season of Love“ von Douglas E. Walter und „Once upon a December“ des Komponisten-Duos L. Ahrens und St. Flaherty.
Dirigentin Inga Schmidt führte den Chor straff und unterstützte hilfreich mit Gestik und Mimik. Neben ihrer eigenen Akzentsetzung forderte sie von den SängerInnen kompositions- und textgetreue Gestaltung. Ludmilla Kobzareva begleitete den Chor einfühlsam und versiert am E-Piano.
So gelang dem Chor bei „Ich harrete des Herrn“ von F. Mendelsohn Bartholdy ein beeindruckender Wechselgesang zwischen den Sopransoli, harmonisch, innig und strahlend gesungen von den Solistinnen Irmgard Wiederspahn (1. Sopran) und Carina Linder und Heidi Neher (2. Sopran) und den emotionalen, dramatisch drängenden Chorpartien. Ebenso zeigten „Mater amabilis“, mit dem von Irmgard Wiederspahn innig und flehend gesungenen Solopart, und „Ave Maria“ eindrucksvoll, dass der Chor auch klassische Werke meistert.
Gäste der Musikschule IW beendeten den ersten Programmteil mit zwei kurzen Instrumentalstücken. Unter Anleitung ihrer Lehrerin Rita Nakad spielten Sophia Acker und Maria Staiger, neun und zehn Jahre alt, „Engel lassen laut erschallen“ und „Kling Glöckchen“ auf der Violine. Für ihr beherztes Spiel ernteten sie spontanen Beifall.
Im zweiten Programmteil versetzte der Chor die ZuhörerInnen mit beschwingten und besinnlichen zeitgenössischen Liedkompositionen in weihnachtliche Stimmung. Das Lied „Once upon a December“ weckt schöne, aber auch wehmütige, schmerzliche Erinnerungen an vergangene Weihnachten. Die Sängerinnen der Chorgemeinschaft gaben diese unterschiedlichen Emotionen durch den Wechsel von lebhaft fröhlichem und liebevoll zärtlichem Vortrag ausdrucksstark wieder. Die Botschaft von Weihnachten als Zeit der Liebe, der gegenseitigen Fürsorge und Versprechen in „Season of Love“ überbrachte die Chorgemeinschaft mit einer verhalten fröhlichen, festlich feierlichen Darbietung.
Aufgelockert wurden die musikalischen Beiträge durch zwei adventliche Texte. „Vier Kerzen. Eine kleine Adventsgeschichte“ richtet sich vor allem an die jüngeren ZuhörerInnen und erklärt die Bedeutung der Adventszeit. Die humorvolle Geschichte „Josefs Geschenk“ zeigt, dass der Wert eines Geschenkes nicht in seinem materiellen Wert begründet ist.
Das gemeinsame Singen von Adventsliedern band die ZuhörerInnen in das Programm ein und vertiefte die frohe, adventliche Stimmung und Gemeinschaft. So endete der musikalische Teil des diesjährigen Adventssingens nach den fröhlichen und gleichzeitig besinnlichen „Wünschen zur Weihnachtszeit“ von Udo Jürgens mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Tochter Zion“. Die ZuhörerInnen belohnten die Chorgemeinschaft und alle Mitwirkenden mit starkem Beifall.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Dr. H. Volz, Mitglied des Vorstandes, bei allen Beteiligten. Sein erster Dank galt den Freundinnen und Freunden der Chorgemeinschaft Illerkirchberg. Dr. Volz machte deutlich wie wichtig ihr Interesse, ihre Freude an den Konzerten und ihr Besuch der Veranstaltungen für das Fortbestehen des Chores sind. Des Weiteren bedankte sich Dr. Volz bei Pfarrer Jean de Léon für seine Begrüßungsworte und die Bereitstellung der Kirche. Dank und Blumen gingen an Ludmilla Kobzareva für ihre einfühlsame Klavierbegleitung und an Rita Nakad von der Musikschule IW, die beiden Violinistinnen Sophia Acker und Maria Staiger wurden mit Kino-Gutscheinen belohnt. Dank und Blumen gab es auch für die Solistinnen der Chorgemeinschaft Irmgard Wiederspahn, Carina Linder und Heidi Neher, als auch für die Dirigentin Inga Schmidt. Ihr galt der größte Dank. Mit ihrem musikalischen Können, ihrer Leidenschaft für die Musik und ihrer humorvollen, herzlichen, gleichzeitig fordernden Leitung ermöglicht sie dem Chor Veranstaltungen dieser Art. Das Publikum und die Chorgemeinschaft spendeten Inga Schmidt mehrfach großen Applaus.
Dr. Volz beendete die Veranstaltung mit einem Spendenaufruf und der Einladung zu einem gemeinschaftlichen Umtrunk.
